Einleitung zum Schadstoff PCP (Pentachlorphenol)
Pentachlorphenol (PCP) ist ein chloriertes, aromatisches Phenol, das über Jahrzehnte hinweg als Holzschutzmittel, Fungizid und Biozid eingesetzt wurde. Aufgrund seiner stark pilztötenden und konservierenden Wirkung galt es lange Zeit als effektives Mittel zur Verlängerung der Haltbarkeit von Holzprodukten – vor allem im Außenbereich, aber auch im Innenraum.
Verwendet wurde PCP insbesondere in den 1950er- bis 1980er-Jahren in einer Vielzahl von Bauprodukten: in Dachstühlen, Wandverkleidungen, Dachlatten, Fachwerkbalken, aber auch in Spanplatten, Parkettböden oder geölten Holzoberflächen. Häufig wurde es als Bestandteil von „Xyladecor“ oder anderen Holzschutzmitteln aufgetragen oder druckimprägniert.
PCP gilt heute als gesundheits- und umweltgefährdend. Es ist toxisch, kann über die Haut oder Atemluft aufgenommen werden und wurde in Tierversuchen als krebserregend eingestuft. Zudem enthält technisches PCP häufig Verunreinigungen mit Dioxinen und Furanen, die als besonders gefährlich gelten. In Deutschland ist die Verwendung seit 1989 verboten.