Einleitung zum Gefahrstoff KMF

Künstliche Mineralfasern (KMF) sind synthetisch hergestellte Fasermaterialien, die vor allem für Wärme-, Schall- und Brandschutz in Gebäuden eingesetzt werden. Zu den wichtigsten Gruppen zählen Glaswolle, Steinwolle und Schlackewolle. Sie kamen insbesondere ab den 1960er-Jahren als Ersatz für asbesthaltige Dämmstoffe verstärkt zum Einsatz.

Nicht alle KMF sind gesundheitlich unbedenklich: Ältere Mineralfaserdämmstoffe, die vor dem Jahr 2000 hergestellt wurden, können als krebserzeugend eingestuft sein, da ihre Fasern lungengängig und biologisch nur schwer abbaubar sind. Neuere Produkte hingegen gelten in der Regel als unbedenklich, sofern sie bestimmten biolöslichen Standards entsprechen.

KMF-haltige Materialien finden sich in vielen Gebäuden – etwa als Dämmung in Dächern, Fassaden, Zwischendecken, Haustechnikleitungen oder Installationsschächten. Bei Sanierungen und Rückbauarbeiten ist daher besondere Vorsicht geboten, insbesondere bei älteren Produkten ohne entsprechende Unbedenklichkeitsnachweise.